Ich gebe es direkt am Anfang zu: Ich bin keine Frühaufsteherin. Leider lässt mir der Deutsche Bundestag keine Wahl, aber immerhin gibt's in meinem Büro passablen Kaffee und zwar auch schon um halb 9.
Mit Kaffee und Crossaint vom Bäcker an der Ecke bespreche ich mit meinem Team kurz den Tag. Im Laufe der Woche wird es noch eine umfangreiche Wochenplanung mit meinem Team und dem Team von Johannes Pflug geben. Jetzt muss es ein knackiger Crashkurs tun:
Was ist aktuell los in der Politikwelt, welche Termine liegen an, welche Themen stehen auf der Tagesordnung des Gesundheitsausschuss. Um halb 10 Uhr beginnt die Ausschusssitzung, um Viertel nach Neun sitze ich auf meinem Fahrrad und fahre von meinem Büro « Unter den Linden 50 » zum Jakob-Kaiser-Haus rüber.
Im Gesundheitsausschuss erkläre ich meinen Kolleginnen und Kollegen von der schwarz-gelben Regierung, wieso die SPD jeden Bruch mit der solidarischen Finanzierung unseres Gesundheitssystems abgelehnt und schreibe in Gedanken schon an meiner Plenarrede am nächsten Morgen.
Der Ausschuss dauert heute nur 2,5 Stunden. Mein Mitarbeiter hat die Wette gewonnen, ich gebe ihm bei nächster Gelegenheit ein KöPi aus und kann tatsächlich noch das für 12.30 Uhr angesetzte Mittagessen mit den Vertretern einer Patientenorganisation wahrnehmen.
Ich bin noch nicht ganz da, da klingelt mein Telefon. Die Duisburger Lokalmedien möchten gerne wissen, ob ich diese Woche dem Gesetzesvorhaben der schwarz-gelben Regierung zustimmen werde und warum nicht.
Am frühen Nachmittag kommt eine erfrischende Abwechslung: Eine Schulklasse aus meinem Wahlkreis besucht mich im Deutschen Bundestag und wir diskutieren eine Stunde angeregt über die Politik in Duisburg und Berlin.
Im Anschluss habe ich glücklicher Weise noch etwas Zeit, um meine Gedanken zu meiner Plenarrede am nächsten Tag aufzuschreiben und am frühen Abend steht dann der Stammtisch der Denkfabrik an, einem Diskussionskreis von eher linken SPD-Abgeordneten. Mit einigen meiner Kollegen fahre ich im Anschluss noch zu einem Parlamentarischen Abend in die Landesvertretung NRW, bleibe aber nicht lange. Meine Rede wartet auf Fertigstellung. Plötzlich ist es schon wieder fast Mitternacht, Zeit in mein Berliner Appartement in der « Schlange » zu fahren. Feierabend. Zum Einschlafen läuft ein alter Tatort im WDR.
In der Ausgabe "April 2013" des XTRANEWS Magazins finden Sie ein Interview zu meiner politischen Arbeit in Duisburg und Berlin. Mit einem Klick hier kommen Sie direkt zum Interview (S.20).
Aktuelle Termine können übrigens jederzeit auf www.baerbelbas.de nachgelesen werden.
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