Ein typischer Tag im Wahlkreis

Ein typischer Tag im Wahlkreis

Der Montag einer Wahlkreiswoche beginnt für meinen Geschmack immer viel zu früh. Am Wochenende war ich auf einigen Stadtteilfesten und durfte am Sonntagabend noch die Jubilarehrung in einem SPD-Ortsverein meines Wahlkreises durchführen. Jetzt ist es 8.30 Uhr, aber mit einer Tasse Kaffee und einer freundlichen Begrüßung durch das Team in meinem Wahlkreisbüro auf der Krummacherstraße macht die Bürobesprechung so viel Spaß wie das Durchblättern der Presseschau. Ich freue mich zu lesen, dass NRZ, WAZ, Wochenanzeiger und Rheinische Post sehr nett über meine "Duisburger Impulse"-Veranstaltung am Freitagabend berichtet haben.

Wir gehen schnell die Termine der Woche durch, vor allem meine „Rollende Bürgersprechstunde“ will gut vorbereitet sein: Über welche Themen möchten die Menschen sprechen, wer begleitet mich zur Bürgersprechstunde, wie koordinieren wir die Nacharbeit. Wir rollen diesmal nach Rheinhausen, aber erst am Ende der Woche. Am Wochenanfang ist aber auch so einiges los.

Der erste Termin wartet um 10 Uhr im Duisburger Süden: ein Unternehmensbesuch mit Führung durch die Ausbildungswerkstatt und Gesprächen mit Betriebsrat und Geschäftsführung zur Lage des Unternehmens und der allgemeinen politischen Situation. Wir sind uns einig, dass es mit der schwarz-gelben Bundesregierung so nicht weitergehen kann. Das höre ich in diesen Wochen sehr häufig.

Meine Verabredung zum Mittagessen sieht konkreten Verbesserungsbedarf bei der schwarz-gelben Gesundheitspolitik. Ich habe ein Gespräch mit dem Leiter einer Kinderklinik über die kinderärztliche Versorgung in Duisburg. Kinder- und Jugendgesundheit ist eines meiner Schwerpunktthemen im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.

Am Nachmittag habe ich noch etwas Zeit, um das Sommerfest der AIDS-Beratungsstelle zu besuchen und wichtige Anregungen für meine Arbeit im Gesundheitsausschuss mitzunehmen.

Zum Tagesabschluss und gesellig-politischen Ausklang wartet der Stammtisch des Bürgervereins Neudorf. Hier darf ich nicht nur einen kurzen Vortrag über den Stand der Berliner Politik halten, sondern auch über die Sorgen und Nöte der Menschen in meinem Heimatstadtteil diskutieren. Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass ich rechtzeitig für die Schlussminuten des MSV-Spiels zu Hause bin.

Jetzt aber schnell Füße hoch, Notebook auf die Knie und raus zum Ausflug in die virtuelle Welt. Fußball und Surfen geht gleichzeitig, ist schließlich Freizeit. Beim Surfen auf Facebook entspanne ich genauso wie beim Twittern. Sollen die Zebras mal laufen, für mich geht's morgen weiter: Pünklich um 8 Uhr mit dem Schulgong bin ich zum "Gegenbesuch" in einer Duisburger Schule verabredet. Erst vor 4 Wochen haben mich die Schülerinnen und Schüler im Deutschen Bundestag besucht und einen Einblick in den parlamentarischen Alltag bekommen. Der Gegenbesuch wird genutzt, um Einblicke in die Wahlkreisarbeit zu ergänzen und ich weiß schon: Die Kids sind aufgeweckt, deshalb muss ich ausgeschlafen sein. Reinhold Beckmann muss ohne mich plaudern.