News & Aktuelles von Bärbel Bas

Mittwoch, 25. September 2019

SPD-Bundestagsfraktion wählt mich zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden

In ihrer gestrigen Sitzung hat mich die SPD-Bundestagsfraktion dzur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden für Gesundheit, Bildung und Forschung sowie Petitionen gewählt. In geheimer Wahl habe ich von 131 abgegebenen gültigen Stimmen 129 Ja-Stimmen erhalten. Das sind 98,5 Prozent. 2 Abgeordnete enthielten sich, es gab keine Nein-Stimmen. 

Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende bin ich für Gesundheit, Bildung und Forschung sowie Petitionen zuständig. Ein super Ergebnis. Ich bin überwältigt, mit welchem Rückhalt mich die SPD-Bundestagsfraktion gewählt habe und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ein Schwerpunkt wird dabei sicher die Pflege sein. Wir müssen z. B. in der Koalition noch einmal überlegen, was wir für die Verbesserung in der ambulanten Pflege tun können. Bislang haben wir uns nur auf stationäre Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser konzentriert.

In den Mittelpunkt meiner Arbeit will ich die Patienten stellen: In meiner Arbeit im Krankenkassenbereich habe ich ein Verständnis dafür entwickelt, was die Probleme und Bedürfnisse von Patienten und Versicherten sind. Diesen Blickwinkel will ich mit in die neue Funktion nehmen.

Mittwoch, 25. September 2019

Ismet Kiliç: Bundesjustizministerin Lambrecht eingeschaltet

Dem Duisburger Ismet Kiliç, der aufgrund eines internationalen Haftbefehls seit dem 26. Juli 2019 in Slowenien inhaftiert ist, droht die Auslieferung an die Türkei. Gemeinsam mit Mahmut Özdemir habe ich mich nun an Bundesjustizministerin Lambrecht gewandt und sie gebeten, sich dafür einzusetzen, dass der Generalbundesanwalt eine Auslieferung Ismet Kiliçs an die Bundesrepublik Deutschland von Slowenien verlangt.

In den 1990er-Jahren hatte Kiliç in der Türkei eine Gewerkschaft gegründet, die sich für die Rechte der Kurden einsetzte. Als er deswegen angeklagt wurde, floh er nach Deutschland. Hier wurde er als politischer Flüchtling anerkannt, bekam Asyl und schließlich 2008 die deutsche Staatsbürgerschaft. In seiner Abwesenheit wurde Kiliç in der Türkei verurteilt. Das Fahndungsersuchen aus der Türkei gründet sich auf dieses Urteil. Gemäß §129b StGB ist aber Deutschland für die Strafverfolgung seiner Staatsbürger zuständig, wenn ihnen vorgeworfen wird, sich einer ausländischen terroristischen Vereinigung angeschlossen zu haben. Dieser Paragraph muss demnach auch im Fall Kiliç greifen, da dieser der Mitgliedschaft einer terroristischen Organisation in der Türkei beschuldigt wird. Hierbei kann sich der Generalbundesanwalt auf eine Entscheidung des EuGH berufen, die den zuständigen Mitgliedsstaaten der EU in solchen Fällen erlaubt, die Auslieferung ihrer eigenen Staatsbürger zu verlangen. Ein solches Vorgehen würde Kiliçs vor einem ungerechten Gerichtsverfahren in der Türkei schützen.

Ismet Kiliç wäre durch seinen Status als anerkannter politischer Flüchtling durch Artikel 3 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vor einer Auslieferung an die Türkei geschützt. Das zuständige slowenische Kreisgericht Koper betrachtet diesen Status aufgrund Kiliçs Einbürgerung im Jahre 2008 jedoch als nicht mehr gültig. Laut dieser Argumentation würde Herrn Kiliç als Deutschem und Unionsbürger ein geringerer Schutz vor einer Auslieferung zuteil, als einem Asylsuchenden. Das stellt jedoch einen klaren Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Artikel 18 der Arbeitsweise der Europäischen Union dar. Eine Auslieferung an die Türkei wäre darüber hinaus nicht mit den Europäischen Grundrechten vereinbar: Artikel 19 der Europäischen Grundrechtecharta verbietet eine Auslieferung in Fällen, in denen das ernsthafte Risiko der Todesstrafe, Folter oder anderer unmenschlicher und erniedrigender Strafen oder Behandlungen besteht. Aus unserer Sicht kann zumindest letzteres in Bezug auf die türkischen Strafverfolgungsbehörden nicht ausgeschlossen werden, weshalb eine Auslieferung Kiliçs an die Türkei nicht zulässig wäre.

Diesbezüglich hatten Bas und Özdemir zuvor den Bundesminister des Auswärtigen, Heiko Maas, sowie den Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, bereits mehrfach um Unterstützung für den inhaftierten Kiliç ersucht. Entgegen der Aussagen der Botschaft und des Auswärtigen Amtes fühlen sich Kiliç und seine Frau jedoch nicht ausreichend von der deutschen Botschaft in Laibach betreut und unterstützt. Die zuständigen Behörden müssen endlich handeln, zumal Interpol das Fahndungsgesuch der Türkei aufgrund eines Verstoßes gegen die Interpol-Statuten bereits gelöscht hat und somit der Haftgrund entfallen ist.

Montag, 16. September 2019

BASis Info 7/2019

Kaffeefilter oder Vollautomat? Auch darum geht es in der neuen BASis-Info. Außerdem schreibe ich über den Bundeshaushalt 2020 und über meine Kandidatur als stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Viel Spaß beim Lesen!

Montag, 09. September 2019

Ich kandidiere als stellvertretende Fraktionsvorsitzende

In seiner heutigen Sitzung hat mich der Geschäftsführende Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion als stellvertretende Fraktionsvorsitzende für Gesundheit, Bildung und Forschung sowie Petitionen nominiert. Die Wahl des neuen Fraktionsvorstandes findet in der Fraktionssitzung am 24. September statt.

Ich habe mich sehr gefreut, als mich Rolf Mützenich am Wochenende angerufen und gefragt hat. Ich habe nicht lange überlegt und zugesagt. Gesundheitspolitik ist mein Herzensthema. Gerade mit der Reform des Risikostrukturausgleichs, der die Basis der Finanzierung der Krankenkassen ist, und der Umsetzung der Beschlüsse für eine bessere Pflege wollen wir hier noch wichtige Weichenstellungen beschließen. Und auch in der Bildungspolitik stehen wichtige Projekte an, so zum Beispiel die Modernisierung der beruflichen Ausbildung. Ich hoffe, dass ich bei der Wahl am 24. September eine breite Unterstützung in der Fraktion bekomme. Ich würde mich freuen, diese Projekte dann als stellvertretende Fraktionsvorsitzende voranzutreiben.

Montag, 15. Juli 2019

Besuchergruppe aus Duisburg zu Gast in Berlin

Eine Gruppe von 50 Duisburgerinnen und Duisburgern hat mich letzte Woche in Berlin besucht. Am Freitag diskutierten wir über den Umgang mit Rechtsextremismus und die Finanzen der Kommunen. Auf dem Programm standen weiterhin der Besuch der Reichstagskuppel, ein Besuch im Bundesministerium für Gesundheit, eine politische Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt und ein Informationsgespräch im Haus der Wannsee-Konferenz.

Foto: Bundesregierung / Atelier Schneider
Montag, 01. Juli 2019

BASis Info 6/2019

Die neuen Fotos sind da. Sind sie gut geworden? In der neuen Ausgabe 6/2019 meiner BASis-Info sind zwei davon zu sehen. Thematisch geht es um die Organspende, die SPD und um außergewöhnliche Schilder. Viel Spaß beim Lesen!
Montag, 20. Mai 2019

BASis Info 5/2019

Ein Comic in der BASis-Info? Ja, in der neuen Ausgabe 5/2019 gibt es auch das. Dazu mehr über ThyssenKrupp, die Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und natürlich die Europawahl. Viel Spaß beim Lesen!
Freitag, 17. Mai 2019

Karamba Diaby liest am 23.5. in Duisburg

Am 23. Mai wird der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby in Duisburg aus seinem Buch "Mit Karamba in den Bundestag" lesen. Zu dieser Lesung lade ich Sie um 18.30 Uhr in die Volkshochschule im Stadtfenster in der Steinschen Gasse 26 ein.

Mit einem Stipendium kam Karamba Diaby in den Achtzigern vom Senegal in die DDR. Er blieb, promovierte über deutsche Schrebergärten und ist heute Mitglied des Deutschen Bundestages. In seinem Buch "Mit Karamba in den Bundestag" hat er 2016 seine Geschichte veröffentlicht. "Wie alle guten Geschichten hat auch diese nicht nur helle, sondern auch ihre dunklen Seiten. Ich will sie ins Licht ziehen, sie sichtbar machen", so beschreibt Karamba Diaby selbst seine Motivation, dieses Buch zu schreiben.

Karamba Diaby beobachtet den Rechtsruck in Europa mit Sorge. Wir erleben immer mehr offene Feindseligkeit im politischen Diskurs. Der Hass gegenüber vermeintlich Fremden, anderen Religionen, gegen Juden und gegen Muslime nimmt zu. Wie sehr sich die Stimmung verändert hat, das erfährt Karamba Diaby am eigenen Leib. Er beschreibt diese Vorurteile und den Alltagsrassismus dennoch voller Humor und bringt diese so ins Wanken.

Karamba Diaby wird aus seinem Buch lesen und mit Ihnen über Vorurteile im Alltag und über offene Feindseligkeit in der Politik diskutieren. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Dienstag, 30. April 2019

Bund gibt zusätzliches Geld für die Sanierung der Stadtmauer

Die Sanierung der Stadtmauer in Duisburg wird mit weiteren Mitteln in Höhe von bis zu 67.399,88 Euro aus dem Kulturetat des Bundes gefördert. Dies teilte mir die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, Monika Grütters, heute mit. Bei der Sanierung kam es zu unvorhergesehenen Mehrkosten. Ich freue mich, dass der Bund diese Mehrkosten nun übernimmt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Stadtmauer.

Im Rahmen der Durchführung des Denkmalschutz-Sonderprogramms VI, 1. Tranche sind in Nordrhein-Westfalen Minderausgaben entstanden. Aus diesen Restmitteln wird die Förderung des Projektes "Stadtmauer Duisburg, 9. Bauabschnitt" aufgestockt. Die Bezirksregierung Düsseldorf wird nunmehr die noch notwendige zuwendungsrechtliche Prüfung vornehmen und dann den Bewilligungsbescheid erteilen.
Montag, 15. April 2019

BASis Info 4/2019

Oft berichte ich über Besuch aus Duisburg in Berlin. Diesmal ist es umgekehrt. Wer Duisburg besucht hat, das können sie in der neuen BASis Info 4/2019 lesen. Dort steht auch, welche Vorschläge die SPD für die Pflege hat und wie wir Arzneimittel noch sicherer machen wollen. Viel Spaß beim Lesen!

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