Gesetzentwurf zum Rentenniveau und Kindererziehungszeiten
Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient im Alter eine verlässliche Rente. Genau dafür haben wir gekämpft — und das haben wir jetzt gesichert. Gleichzeitig ist klar: Weitere Reformen, die die drei Säulen der Altersvorsorge — die gesetzliche, betriebliche und private — in den Blick nehmen, werden noch folgen.
Das Rentenpaket besteht aus der Stabilisierung des Rentenniveaus, der Mütterrente, der Stärkung der Betriebsrenten und der Aktivrente.
Für meine Kolleginnen und Kollegen in der SPD-Bundestagsfraktion und auch für mich war insbesondere entscheidend, dass es nicht zu einer Absenkung des Rentenniveaus kommt. Deshalb sichern wir das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent. Nun können sich die Menschen weiterhin auf eine stabile Rente verlassen.
Die Zahlen zeigen, warum diese Entscheidung wichtig ist: Männer erhalten im Schnitt 1400 Euro, Frauen etwa 980 Euro. Schon heute ist jede fünfte Rentnerin bzw. jeder fünfte Rentner armutsgefährdet — besonders häufig Frauen. Für viele Menschen ist die gesetzliche Rente die einzige Absicherung.
Darum ist für uns ganz klar: Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen dürfen nicht abrutschen, sondern müssen auf ein verlässliches Einkommen im Alter bauen können. Wer sein Leben lang gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat, darf nicht derjenige sein, der am Ende die Lasten von Krisen und gesellschaftlichen Umbrüchen trägt.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass vor uns wichtige langfristige Entscheidungen liegen. Darum setzen wir noch in diesem Jahr eine Rentenkommission ein. Sie soll mutige und umfassende Reformvorschläge für die Zeit ab 2032 erarbeiten und dabei alle drei Säulen der Alterssicherung in den Blick nehmen. Ziel ist ein dauerhaft verlässliches Gesamtversorgungsniveau, das sowohl die gesetzliche Rente als auch betriebliche und private Vorsorge umfasst. Nur eine solche Gesamtschau schafft langfristige Sicherheit.
Ich habe dem Gesetzentwurf zugestimmt.